Konzept

Das Netzwerk möchte eine »Brücke« bilden, durch die Praxis und Wissenschaft in einen auf Augenhöhe geführten Dialog treten. In diesem Dialog wird die Spezifik der jeweiligen Bereiche berücksichtigt, anerkannt und genutzt, um die Diskussion eines professionellen Umgangs mit Sexualität und Macht im Sozial- und Bildungssektor zu intensivieren sowie professionsethische Haltungen zu entfalten.

Die Chance des Netzwerks für einen professionsethisch-kritischen Dialog liegt in der jeweiligen Spezifik von pädagogischen Einrichtungen und Hochschule. Pädagogische Einrichtungen sind Orte, an denen die vielfältigen Facetten von Macht und Sexualität in den Interaktionen mit den Klient_innen erlebt, erfahren und reflektiert werden und für die das situative Handeln pädagogischer Fachkräfte unter Handlungsdruck kennzeichnend ist. Hochschulen sind die Orte, an denen einerseits zukünftigen Pädagog_innen wissenschaftlich fundiertes Wissen vermittelt wird, auf welches sie später in verschiedensten Handlungsfeldern rekurrieren. Andererseits befassen sich Hochschulen mit der empirischen und theoretischen Analyse von Phänomenen wie Sexualität, Macht, Geschlecht, soziale Ungleichheit etc. und tragen die daraus gewonnenen Erkenntnisse über Texte, Vorträge und die Lehre an (zukünftige) Pädagog_innen weiter.

Die Ziele des Netzwerkes sind,

  • einen Raum für ethisch-reflexive und kritische Dialoge zu schaffen, um verschiedene Haltungen und Sichtweisen zu explizieren sowie Ideen eines professionellen Umgangs mit Sexualität und Macht im Sozial- und Bildungssektor zu entwickeln;
  • ein Fort- und Weiterbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte zu entwickeln;
  • über die Netzwerk-Homepage es Interessierten ermöglichen, auch über eine aktive Teilnahme hinaus die Arbeit des Netzwerkes zu verfolgen und nachzuvollziehen;
  • konstruktive Statements bzw. Einschätzungen hinsichtlich aktueller Fragestellungen / Entwicklungen / Forderungen zu veröffentlichen;
  • die bereits regional existierende, vielfältige Expertise zu bündeln und mittels diverser Vermittlungsformen (z.B. Fachtage, Workshops) zu verbreiten;
  • die Kooperation zwischen Universität und pädagogischen Einrichtungen in Bezug auf die hochschulische Lehre zu intensivierenund
  • Forschungsergebnisse mit den Praxisvertreter_innen kritisch zu diskutieren.